Disclaimer: New EUDR developments - December 2025
In November 2025, the European Parliament and Council backed key changes to the EU Deforestation Regulation (EUDR), including a 12‑month enforcement delay and simplified obligations based on company size and supply chain role.
Key changes proposed:
These updates are not yet legally binding. A final text will be confirmed through trilogue negotiations and formal publication in the EU’s Official Journal. Until then, the current EUDR regulation and deadlines remain in force.
We continue to monitor developments and will update all guidance as the final law is adopted.
Nachhaltigkeitsberichterstattung befindet sich 2025 in einer neuen Phase. Was einst als reine Compliance-Übung galt, wird zunehmend zum entscheidenden Faktor für Unternehmensresilienz und Wettbewerbsfähigkeit. Veränderungen im regulatorischen Umfeld, wachsende Markterwartungen und die finanzielle Realität von Klimarisiken zwingen Unternehmen – insbesondere im europäischen Mittelstand – dazu, ihren Umgang mit ESG-Informationen grundlegend zu überdenken.
Während die EU den Anwendungsbereich von Regelwerken wie der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) diskutiert, haben Investoren, Kunden und Versicherer die Anforderungen bereits erhöht. Gleichzeitig zeigt die Wissenschaft, dass planetare Grenzen überschritten werden – ein klares Signal für Unternehmen, jetzt zu handeln.
Dieser Artikel basiert auf Erkenntnissen aus einem gemeinsamen Webinar von Coolset und Forvis Mazars, das Technologie- und Beratungsperspektiven vereint. Er bietet einen strukturierten Überblick über die drei Kräfte, die ESG-Reporting heute prägen – Regulierung, Märkte und Klimarisiken – und was diese für Unternehmen bedeuten, die langfristige Nachhaltigkeitsstrategien entwickeln.
Das regulatorische Umfeld für Nachhaltigkeitsberichterstattung weitet sich 2025 aus und wandelt sich zugleich. Die CSRD ist offiziell in Kraft und verpflichtet zehntausende europäische Unternehmen erstmals zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Gleichzeitig übernehmen viele Länder außerhalb der EU den Rahmen des International Sustainability Standards Board (ISSB) – ein Zeichen für eine globale Bewegung hin zu einheitlichen Standards.
Die europäischen Gesetzgeber haben den Omnibus-Vorschlag eingebracht, der die ESG-Berichtspflichten überarbeiten soll. Bei Annahme würden die Änderungen:
Auf der anderen Seite des Atlantiks verzögert die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) ihre Klimaberichtspflicht infolge politischer und rechtlicher Auseinandersetzungen – was den Eindruck einer globalen Regulierungspause verstärkt.

Trotz dieser Verschiebungen handeln Unternehmen. Die PwC Global Sustainability Reporting Survey 2025 zeigt ein geteiltes Bild:
Diese Beständigkeit spiegelt eine breitere Erkenntnis wider: Regulierung setzt den Mindeststandard, ist aber nicht der einzige Treiber. Wer auf Kurs bleibt, bereitet sich auf künftige Verschärfungen vor und vermeidet Reputationsrisiken durch Nicht-Einhaltung. Die Prüfung von ESG-Daten – zunächst in begrenztem Umfang – wird bereits erwartet, und wer frühzeitig in Berichtskapazitäten investiert, ist gerüstet, wenn strengere Standards kommen.
Auch bei sich verschiebenden Zeitplänen ist die regulatorische Richtung klar: Offenlegungspflichten werden strenger und umfassender. Unternehmen sollten Priorität setzen auf:
Regulierung hat ESG-Berichterstattung bereits von einer Nischenpraxis zu einer unternehmerischen Kernverantwortung gemacht. Die klügsten Unternehmen betrachten Compliance als Mindestanforderung und nutzen Berichterstattung als Werkzeug, um Resilienz, Vertrauen und Wettbewerbsfähigkeit aufzubauen.
Während Regulierung das Fundament bildet, ist der Marktdruck oft der stärkere Treiber hinter Nachhaltigkeitsberichterstattung. Investoren, Kreditgeber, Kunden und Mitarbeitende erwarten zunehmend verlässliche ESG-Informationen als Grundlage ihrer Entscheidungen – und diese Nachfrage wächst weiter.
Wie die oben genannten Umfrageergebnisse zeigen, widmen die meisten Unternehmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung bereits mehr Ressourcen und Führungsaufmerksamkeit – und die Mehrheit findet darin echten Geschäftswert. Dieser Wandel geht über Compliance hinaus. Er zeigt, dass Stakeholder Nachhaltigkeitsdaten heute als Teil der regulären Geschäftsinformationen erwarten.
Investoren nutzen ESG-Performance als Indikator für langfristige Resilienz, Kunden integrieren sie in Lieferantenkriterien, und Mitarbeitende bewerten Arbeitgeber zunehmend danach. Die in der Umfrage sichtbare Dynamik prägt auch die Marktnachfrage und macht Transparenz zur Grunderwartung statt zum Differenzierungsmerkmal.

Institutionelle Investoren und Banken behandeln ESG-Kennzahlen heute als Teil des finanziellen Risikomanagements. Nahezu 80 % der globalen Investoren berücksichtigen Umwelt- und Klimadaten bei ihren Anlageentscheidungen. Unternehmen mit glaubwürdiger Berichterstattung erhalten leichter Zugang zu Kapital – mitunter zu günstigeren Konditionen. Wer das nicht bieten kann, riskiert höhere Finanzierungskosten oder weniger Möglichkeiten.
Große Unternehmen stellen ihren Lieferanten ESG-Anforderungen – und der Druck nimmt zu. Große multinationale Einkäufer verlangen von Lieferanten häufig die Offenlegung von Nachhaltigkeitsdaten, um für Verträge in Frage zu kommen.
In breiteren Märkten haben inzwischen nahezu alle S&P-500-Unternehmen (98,6 %) im Jahr 2023 ESG-Berichte veröffentlicht – gegenüber lediglich 20 % vor einem Jahrzehnt. Diese Zahl verdeutlicht, wie Investorenerwartungen die nichtfinanzielle Berichterstattung zur Standardpraxis gemacht haben.
Mit Blick auf die Zukunft zeigt eine Bain & Company Studie von 2025, dass bis 2028 die Hälfte der B2B-Einkäufer plant, Lieferanten zu wechseln, die keine Nachhaltigkeitskriterien erfüllen können. Bereits heute verlagern 49 % der Geschäftseinkäufer ihre Ausgaben hin zu nachhaltigeren Partnern und weg von Unternehmen mit schwacher ESG-Performance.
Für mittelständische Unternehmen bedeuten diese Trends: Die Bereitstellung glaubwürdiger ESG-Daten – zu CO2-Fußabdrücken, Arbeitspraktiken oder Lieferkettenrisiken – wird zur Voraussetzung für Geschäftsbeziehungen. Wer nicht mithalten kann, riskiert Aufträge zu verlieren – selbst wenn technische Compliance-Schwellen erfüllt sind.
Auch gesellschaftliche Erwartungen spielen eine Rolle. Rund 80 % der Verbraucher sind weiterhin besorgt über Nachhaltigkeitsfragen und bevorzugen verantwortungsvolle Marken. Mitarbeitende – insbesondere junge Talente – werden von Unternehmen mit klaren ESG-Verpflichtungen angezogen und sehen diese als sicherere langfristige Arbeitgeber.
Unternehmen, die ESG-Berichterstattung aktiv angehen, entdecken operative und strategische Vorteile. Die Erhebung von Nachhaltigkeitsdaten deckt häufig Ineffizienzen auf, stärkt die Resilienz der Lieferkette und fördert Produktinnovationen. Transparenz schafft Vertrauen und kann neue Märkte erschließen.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, skalieren Unternehmen ihre Kapazitäten:
Marktkräfte machen ESG-Berichterstattung unverzichtbar. Mittelständische Unternehmen, die Transparenz als Chance und nicht nur als Pflicht begreifen, erhalten Zugang zu Kapital, gewinnen Lieferkettenverträge und stärken das Vertrauen ihrer Stakeholder.
Wenn Regulierung das Fundament bildet und Märkte die Adoption beschleunigen, dann definiert das Klimarisiko die Dringlichkeit. Klimawandel ist kein abstraktes Umweltthema mehr – er ist ein direktes Geschäftsrisiko, das Vorstandsentscheidungen und Finanzberichte prägt.
Im Jahr 2025 berichtete das Planetary Boundaries Science Lab am Potsdam-Institut, dass 7 der 9 kritischen Erdsystemgrenzen überschritten wurden – zuvor waren es sechs. Der Klimawandel gehört zu den überschrittenen Grenzen, ebenso wie die Integrität der Biosphäre und die Süßwassernutzung – alle mit verschlechternden Trends. Mehr als drei Viertel der lebenswichtigen Erdsysteme stehen unter akutem Druck. Die Botschaft ist klar: Unternehmen können klimabezogene Risiken nicht als ferne Bedrohung behandeln – sie sind bereits Realität und nehmen zu.

Für Unternehmen schlagen sich Klimarisiken direkt in Finanzberichten nieder. Physische Klimaauswirkungen – Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen – haben die Landwirtschaft geschädigt, Lieferketten gestört und Infrastruktur in ganz Europa lahmgelegt. Weltweit wurden die wirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen in der ersten Jahreshälfte 2025 auf 162 Milliarden US-Dollar geschätzt – ein steigender Trend. Versicherer erhöhen Prämien oder ziehen sich aus Hochrisikogebieten zurück, während Banken Klimaszenarien in ihre Kreditentscheidungen einbeziehen. Wer Klimarisiken ignoriert, zahlt mit höheren Betriebskosten, höheren Finanzierungskosten und größerer Verwundbarkeit.
In den Niederlanden sind klimabezogene Auswirkungen und Kosten bereits materiell. Die niederländische Industrie verursacht laut einer Studie, die externe Kosten von Emissionen monetarisiert hat, jährlich rund 7 Milliarden Euro an Klima- und Gesundheitsschäden (Luftverschmutzung, Gesundheitseffekte usw.).
Darüber hinaus ist der niederländische Finanzsektor selbst exponiert: In einer aktuellen technischen Bewertung stellte der IWF im Rahmen des Netherlands: Financial Sector Assessment fest, dass das niederländische Bankensystem sowohl physischen Überschwemmungsrisiken als auch Transitionsrisiken ausgesetzt ist – insbesondere bei Krediten an Unternehmen in emissionsintensiven Sektoren.
Diese nationalen Beispiele zeigen: Klimarisiken sind keine ferne Bedrohung. Sie wirken sich bereits auf Betriebskosten, Reputationsrisiken und finanzielle Exponierung von Unternehmen in den Niederlanden aus.
Physische Risiken sind nur ein Teil des Bildes. Transitionsrisiken – regulatorische Änderungen, CO2-Bepreisung, technologische Disruption und veränderte Verbraucherpräferenzen – können ebenso disruptiv sein. Unternehmen ohne glaubwürdige Transitionspläne riskieren gestrandete Vermögenswerte und schrumpfende Märkte. Deshalb legen ESG-Berichtsrahmen wie die Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) und der ISSB-Standard IFRS S2 großen Wert auf Transitionsplanung. Investoren erwarten heute Zwischenziele für Netto-Null, Aufsicht auf Vorstandsebene und transparente Governance von Klimarisiken.
Klimarisiken sind zu einem zentralen Thema in der ESG-Berichterstattung geworden, weil sie direkt auf die Unternehmensresilienz einzahlen. CO2-Fußabdrücke zu messen ist nicht nur eine Compliance-Frage – es geht darum, die langfristige Lebensfähigkeit zu verstehen. Wie Johan Rockström vom Potsdam-Institut es formulierte, treibt die Menschheit „über die Grenzen eines sicheren Handlungsraums hinaus und erhöht das Risiko, den Planeten zu destabilisieren.






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