Dekarbonisierungszertifizierungen für mittelständische Unternehmen: So erhaltet ihr sie

November 14, 2023
7
min. Lesezeit

Disclaimer: New EUDR developments - December 2025

In November 2025, the European Parliament and Council backed key changes to the EU Deforestation Regulation (EUDR), including a 12‑month enforcement delay and simplified obligations based on company size and supply chain role.

Key changes proposed:

  • New enforcement timeline: 30 December 2026 for large/medium operators, 30 June 2027 for small/micro operators
  • Simplified DDS: One-time declarations for small and micro primary producers
  • Narrowed scope: Most downstream actors and non‑SME traders would no longer need to submit DDSs
  • New DDS requirement: Estimated annual quantity of regulated products must be included

These updates are not yet legally binding. A final text will be confirmed through trilogue negotiations and formal publication in the EU’s Official Journal. Until then, the current EUDR regulation and deadlines remain in force.

We continue to monitor developments and will update all guidance as the final law is adopted.

Unternehmen stehen heute unter zunehmendem Druck, ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren. Da mittelständische Unternehmen für 64 % der industriellen Umweltverschmutzung in Europa verantwortlich sind, ist Dekarbonisierung nicht nur im Kampf gegen den Klimawandel entscheidend, sondern auch für den langfristigen Erfolg eures Unternehmens.

Von Regulierungsbehörden bis hin zu Finanzinstitutionen fordern Stakeholder heute klare Informationen über die CO2-Emissionen eines Unternehmens. So müssen beispielsweise im Rahmen der EU-Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ab 2026 viele mittelständische Unternehmen einen detaillierten Plan zur Reduzierung ihrer ökologischen und sozialen Auswirkungen vorlegen.

Auch Verbraucher tendieren zunehmend zu Unternehmen, die nachhaltige Praktiken in den Vordergrund stellen.

In diesem Blogbeitrag befassen wir uns mit Dekarbonisierungszertifizierungen für mittelständische Unternehmen. Wir erläutern, wer diese Zertifizierungen ausstellt, welche Arten es gibt, welche Herausforderungen auf Unternehmen zukommen können, und zeigen neun konkrete Schritte, wie ihr eure eigene Zertifizierung erlangt.

Zunächst: Dekarbonisierungszertifikate vs. CO2-Zertifikate

Dekarbonisierungszertifikate und CO2-Zertifikate sind beide Instrumente im Kampf gegen den Klimawandel, funktionieren jedoch unterschiedlich. Dekarbonisierungszertifikate erkennen direkte Maßnahmen von Unternehmen an, die aktiv Emissionen an ihrer Quelle reduzieren. Dazu gehören beispielsweise der Umstieg auf erneuerbare Energien oder die Nutzung von Elektrofahrzeugen.

CO2-Zertifikate hingegen dienen der Kompensation von Emissionen, nicht deren Beseitigung. Sie sind im Wesentlichen Genehmigungen, die einem Unternehmen erlauben, eine bestimmte Menge an CO2 oder anderen Treibhausgasen auszustoßen.

Die allgemeine Faustregel lautet: erst dekarbonisieren, dann kompensieren – und das auch nur, wenn es wirklich notwendig ist. KPMGs Umfrage von 2022 unter den 100 größten Unternehmen in 58 Ländern, Territorien und Jurisdiktionen ergab, dass nur 2 % ausschließlich auf CO2-Zertifikate setzen wollen, um Emissionsreduktionsziele zu erreichen, während fast 60 % ausschließlich Dekarbonisierungsstrategien verfolgen möchten.

Kurz gesagt: Dekarbonisierung ist immer die bessere Lösung, wenn wir den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft gestalten.

Warum Dekarbonisierungszertifizierungen für mittelständische Unternehmen entscheidend sind

Euren CO2-Fußabdruck zu reduzieren ist längst kein optionales Thema mehr – es ist ein wesentlicher Bestandteil jeder erfolgreichen Unternehmensstrategie. Hier sind einige Gründe, warum Dekarbonisierungszertifizierungen unverzichtbar sind (abgesehen vom Kampf gegen den Klimawandel):

Euren Ruf stärken

Dekarbonisierungszertifizierungen zeigen das Engagement eures Unternehmens für Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung. Sie können dazu beitragen, euer Markenimage zu verbessern und umweltbewusste Verbraucher und Investoren anzuziehen.

Wettbewerbsfähig bleiben

Nachhaltigkeit hat in den meisten Branchen höchste Priorität. Dekarbonisierungszertifizierungen können eurem Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen und euch von Mitbewerbern abheben, die möglicherweise weniger auf Umweltinitiativen setzen.

Gesetzlichen Anforderungen einen Schritt voraus sein

Regierungen weltweit verschärfen die Umweltvorschriften für Unternehmen. Die EU beispielsweise plant, 30 % ihres Gesamtbudgets für 2021–2027 für die Bekämpfung des Klimawandels und seiner Folgen einzusetzen.

Durch die proaktive Einholung von Dekarbonisierungszertifizierungen bleibt euer Unternehmen diesen gesetzlichen Vorgaben einen Schritt voraus. Das reduziert das Risiko von Verstößen und möglichen Strafen.

Betriebliche Effizienz verbessern

Die Erlangung von Dekarbonisierungszertifikaten erfordert oft eine genaue Betrachtung eurer Abläufe und die Optimierung von Prozessen zur Emissionsreduzierung. Bessere Prozesse gehen in der Regel mit höherer Effizienz und geringeren Kosten einher.

Zugang zu Fördermitteln und Anreizen

Ihr möchtet staatliche Förderprogramme nutzen, Finanzierungen von Institutionen sichern oder Investoren gewinnen? Dekarbonisierungszertifizierungen liefern den soliden Nachweis, den ihr dafür benötigt.

Mitarbeitende gewinnen und binden

Bewerber bevorzugen sozial verantwortungsvolle Unternehmen. IBMs Institute for Business Value (IBV) fand heraus, dass 67 % der Befragten eher bereit sind, sich bei ökologisch nachhaltigen Unternehmen zu bewerben. Dekarbonisierungszertifizierungen können euch helfen, diese potenziellen Mitarbeitenden anzuziehen und die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.

Langfristige Nachhaltigkeit sichern

Die Priorisierung von Dekarbonisierung unterstreicht das Engagement eures Unternehmens für langfristige Nachhaltigkeit. Ihr mindert nicht nur die Auswirkungen des Klimawandels, sondern stellt auch sicher, dass euer Unternehmen in einer Zukunft relevant bleibt, in der emissionsarme Betriebsweisen unverzichtbar sein werden.

Wer stellt diese Dekarbonisierungszertifikate aus?

Verschiedene Organisationen stellen Dekarbonisierungszertifizierungen aus. Achtet darauf, eine zu wählen, die zu euren spezifischen Bedürfnissen und Umweltzielen passt. Hier sind einige der wichtigsten Akteure:

  • Regierungsbehörden: In vielen Regionen sind staatliche Stellen für die Ausstellung von Dekarbonisierungszertifikaten zuständig. Eine Verifizierung durch diese Stellen kann sicherstellen, dass euer Unternehmen regionale oder nationale Vorschriften und Standards einhält.
  • Internationale Normungsorganisationen: Die Internationale Organisation für Normung (ISO) bietet Zertifizierungen wie ISO 14064 für die Bilanzierung und Verifizierung von Treibhausgasen an.
  • Unabhängige Prüfer und Zertifizierer: Viele unabhängige Organisationen wie Carbon Trust oder TÜV Rheinland sind auf Umweltzertifizierung und -prüfung spezialisiert. Sie können die CO2-Emissionen und Reduktionspraktiken eures Unternehmens anhand verifizierter Standards bewerten.
  • Branchenspezifische Organisationen: Zahlreiche Branchen verfügen über Zertifizierungsstellen, die sich auf branchenspezifische Herausforderungen und Dekarbonisierungsstandards konzentrieren. So bieten beispielsweise die BREEAM-Technischen Standards Zertifizierungen für den Lebenszyklus der gebauten Umwelt an.

Arten von Dekarbonisierungszertifizierungen

Es gibt viele verschiedene Arten von Dekarbonisierungszertifizierungen. Jede befasst sich mit unterschiedlichen Aspekten der Umweltauswirkungen und Nachhaltigkeit. Hier sind einige gängige Typen:

  • CO2-Fußabdruck-Zertifizierungen: Diese bewerten und verifizieren die Gesamtmenge der Treibhausgasemissionen, die euer Unternehmen direkt und indirekt erzeugt. Beispiele sind ISO 14064 und The Carbon Trust Standard.
  • Energieeffizienz-Zertifizierungen: Diese konzentrieren sich auf die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Verbesserung der Energieeffizienz im Betrieb. Der ISO 50001-Standard ist ein bekanntes Beispiel.
  • Klimaneutral- oder Netto-Null-Zertifizierungen: Diese Zertifizierungen richten sich an Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen durch Entnahme oder Kompensation effektiv ausgeglichen haben. Programme wie PAS 2060 und die Science Based Targets initiative (SBTi) fallen in diese Kategorie.
  • Grüne Gebäudezertifizierungen: Relevant für Unternehmen mit Fokus auf nachhaltige Infrastruktur, wie das Leadership in Energy and Environmental Design (LEED)-Bewertungssystem für grüne Gebäude.
  • Produktlebenszyklus-Zertifizierungen: Zertifizierungen wie der Cradle to Cradle Certified Product Standard konzentrieren sich auf die Umweltauswirkungen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus.

Die richtige Zertifizierung für euer Unternehmen wählen

Bei der Auswahl einer Dekarbonisierungszertifizierung ist es wichtig, eine zu wählen, die zu euren Unternehmenszielen passt und euer Nachhaltigkeitsprofil stärkt. Hier sind einige wichtige Faktoren:

  1. Eure Bedürfnisse und Ziele verstehen: Möchtet ihr euren CO2-Fußabdruck reduzieren? Nachhaltigkeitspraktiken verbessern? Neue Vorschriften einhalten? Definiert eure Nachhaltigkeitsziele konkret und überlegt, wie eine Zertifizierung dabei helfen kann.
  2. Zertifizierungen recherchieren und vergleichen: Recherchiert die verschiedenen verfügbaren Zertifizierungen. Von der Erreichung der Klimaneutralität bis zum Umstieg auf erneuerbare Energien hat jede ihre eigenen Kriterien und Schwerpunkte.
  3. Kosten und Anforderungen bewerten: Nehmt euch Zeit, die Kosten, den Ressourcenbedarf und die Anforderungen jeder Zertifizierung zu prüfen, um sicherzustellen, dass sie für euer Unternehmen realisierbar und zielführend sind.

Zentrale Herausforderungen im Dekarbonisierungszertifizierungsprozess

Der Dekarbonisierungszertifizierungsprozess kann für Unternehmen einige wesentliche Herausforderungen mit sich bringen:

Unterschiedliche Definitionen und Methoden für Klimaneutralität

Eine wesentliche Hürde im Dekarbonisierungszertifizierungsprozess ist das Fehlen einer allgemein anerkannten Definition und Methodik zur Erreichung von Klimaneutralität.

Verschiedene Zertifizierungen verwenden unterschiedliche Maßstäbe und Kriterien dafür, was als „klimaneutral

Coolset sustainability content collection

Download our collection of free sustainability e-books for mid-market companies.

See Coolset in action
Explore Coolset's top features and use cases.
Demo wird nicht unterstützt
auf mobilen Bildschirmen
Bitte kommen Sie auf einem größeren Bildschirm zurück
um diese Demo zu erleben.
This is a preview window. Click below to see the demo in a larger view.
See product tour
See product tour
See product tour
See product tour
See product tour
See product tour

↘ Instantly calculate your CBAM cost impact

Use the free calculator to estimate your Carbon Border Adjustment Mechanism costs for any imported goods. Select your product type, volume and country of origin to see projected CBAM charges and understand how upcoming EU rules will shape your import costs and savings through 2034.

↘ Check if your documentation meets PPWR requirements

This free compliance checker scans your packaging documentation and maps it against mandatory PPWR data requirements, giving you a clear view of your compliance status. Get actionable insights on documentation gaps before they become compliance issues.

Become certified with Coolset's sustainability solutions.

Coolset offers a range of sustainability solutions for your company.

Download our 2026 EUDR playbook

Based on customer case studies our team has developed a realistic timeline and planning for EUDR compliance. Access it here.

🎉 Thank you!
You will receive an email with the playbook
Oops! Something went wrong while submitting the form.

Das leading Plattform für Nachhaltigkeitsmanagement für mittelständische Enterprises